Theater auf der Alm 2025

Viel Applaus für „Alm-Kultur hoch drei“

„Gehe in den Schuhen eines anderen, wenn du ihn verstehen willst“, lautet eine alte indianische Weisheit, um Mitgefühl und Verständnis für andere zu entwickeln. Um die Herausforderungen, aber auch die Schönheit des Almlebens erfahrbar zu machen, lud die Kulturinitiative „Langer Grund“ heuer zum 8. Mal in der Kelchsau zum erlebnisreichen Alm-Theatertag mit Kultur, regionaler Kulinarik und sportlicher Komponente.

Einmal mehr hatte das Organisationsteam (Gabi Brunner, Irene Turin, unterstützt von Herbert Gwercher und Ulf Ederer sowie fleißigen HelferInnen) großes Glück mit dem Wetter – ungetrübte hochsommerliche Kulisse!

Erstmals erfolgte heuer der Aufstieg ausschließlich über den Forstweg. Kein steiler Aufstieg mehr über die Almwiesen, der den TeilnehmerInnen einen Eindruck von der erforderlichen körperlichen Fitness des Almpersonals vermittelte. Durch den Zuzug der Wölfe reagieren Weidetiere aggressiver als früher.

Drei Mitglieder der Bergrettung begleiteten die Wanderer. Oben angekommen gab´s nach der flüssigen Erfrischung aus dem Brunntrog ein „Yak-Chili“ zum Frühstück, aufgekocht von Herbert Gwercher. Bei den Theater-Acts setzte Irene Turin heuer auf leichte, sehr unterhaltsame Kost: Angela Schrems faszinierte mit ihrem Puppen- und Papierrollen-Theater. Etwa mit einer „Festansprache zum 100-Jahr-Jubiläum einer Marmeladen-Fabrik“, gespickt mit grandioser Wort-Komik. Im „Koffertheater Titiritera“ inszenierte die Geschichtenerzählerin das Märchen der zwei Schwestern und illustrierte pointenreiche Sketche darüber, woher die Kinder kommen und was der Bundespräsident im Seniorenheim erlebt, als er nachfragt, ob man wisse, wer er ist.

Karl Valentins wundervollen, anarchistischen und widerständigen Humor brachten danach der Schauspieler Helmuth A. Häusler und sein Sohn Elias mit ihrer genialen Interpretation der „Orchesterprobe“ auf den Almboden, wobei für zusätzliche Lacher dabei ungeplante tierische Mitspieler in Form von Hund und Huhn sorgten.

Der zweite Teil des Almkultur-Tages ging einmal mehr in der Erla-Brennhütte über die Bühne, wo das Team der Hütten-Wirtsleute der Familie Erharter das kulinarische Vergnügen vollendeten. Für den Musik-Genuss sorgte die Wörgler Jazz-Combo „FLAT3: Swing. Soul. Flow.“, bestehend aus Peter Pitterl am Bass, Christoph Weiss am Schlagzeug und Christian Lamm am Saxophon.

Und wer noch Lust auf eine erfrischende Abkühlung hatte, konnte diese in der Kelchsauer Ache finden.

Nach dem regenreichen Juli sind die Wasserspeicher am Berg voll – beim Aufstieg boten sich immer wieder Anblicke von Gebirgsbächen wie dieser.

Wörgls Kulturreferent Sebastian Feiersinger und Wörgls Ehrenbürgerin Maria Steiner

Zu fuß und per Mountainbike bewältigten die Almkulturtag-TeilnehmerInnen den Aufstieg zur Neuhögen-Alm von Gabi Brunner.

Gabi Brunner und ihr Bruder Rudi Steiner von der Bergrettung sorgten für die kühle Erfrischung vom Brunntrog.

Yak-Chili und Bauernbrot als „Alm-Frühstück“ auf der Neuhögen-Alm.

30 Yaks in zwei Zuchtlinien hält Gabi Brunner – die Tiere verbringen den Winter in Kössen, den Sommer auf Neuhögenalm in der Kelchsau.

Ankommen, ausruhen, beim Yak-Frühstück stärken – 56 TeilnehmerInnen ergatterten heuer die begehrten Karten für den Almkulturtag in der Kelchsau.

Begeisterte mit witziger Wortklauberei: Angela Schrems mit ihrem Puppentheater.

Eine höchst unterhaltsame weil doppeldeutige „Firmenansprache“ inszenierte Angela Schrems mit ihrem Puppentheater.

Aufbegehren gegen die Obrigkeit – so unterhaltsam kann das bei Karl Valentin sein, wie seine „Orchesterprobe“ in der Interpretation von Elias und Helmuth Häusler zeigte.

Dieses Huhn war nicht eingeplant! Situationskomik aus dem Stegreif…

Umwerfend: Helmuth und Elias Häusler in Karl Valentins für die Alm adaptierten Orchesterprobe.

Jazz vom Feinsten: FLAT 3 mit Christoph Weiss, Peter Pitterl und Christian Lamm (v.l.).

Wichtiger Bestandteil des Almkulturtages: Kulinarik aus regionalen Zutaten – heuer bereitete Familie Erharter von der Erla-Brennhütte „Brodakrapfn“ und Moosbeernocken zu.

Aktiv in der Kulturinitiative Langer Grund: Irene Turin und Gabi Brunner mit Ulf Ederer und Herbert Gwercher.


Quelle: vero-online.com (gekürzt)

August 12, 2025 Kultur, Nachrichten, Natur, Region, Wörgl   /   Almkultur, Bio-Yak, Gabi Brunner, Irene Turin, Kelchsau, Kulinarik, Kultur, Kulturinitiative Langer Grund, Theater, Wörgl

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